Zeitungsartikel von der Aachener Zeitung vom 30.01.2009
Redakteur Antonius Wolters
Motto:
„Kino macht müde Schüler munter"
Während der Schulkinowochen besuchen 1600 Pennäler das Lichtspieltheater der
Ganztagshauptschule Aldenhoven. Bei zehn Vorstellungen werden insgesamt fünf
Filme gezeigt. Gestrige Premiere mit „Die drei Räuber".
Aldenhoven. Einen roten Teppich hatte die Ganztagshauptschule Aldenhoven
(GTHS) gestern Morgen zwar nicht ausgerollt, doch die Grundschüler von der
Johannesschule Siersdorf und der Marienschule Aldenhoven, die ihre ersten und
zweiten Klassen zum Auftakt der Schulkinowochen NRW geschickt hatten, fühlten
sich in der GTHS-Aula hörbar wohl. Die Halle mit über 200 Plätzen ist wie im
Vorjahr zum Schulkino umfunktioniert worden - übrigens das einzige in ganz
Deutschland - wie Rektor Frank Röhmer berichtet. Nach seinen Worten starteten
gestern in über 100 Kinos in ganz NRW die Schulkinowochen, die als
Schwerpunktthema „Literatur auf der Leinwand" behandeln.
Neben den Grundschülern verfolgten Mädchen und Jungen des Kindergartens „Am
Römerpark" den Auftaktfilm „Die drei Räuber". Vom Gastgeber saß die Klasse 6b im
Publikum - quasi zur Belohnung. Die Schützlinge von Klassenlehrerin Julia Kaun
hatten sich nämlich das Motto einfallen lassen: „Kino macht müde Schüler
munter."
Das gilt auf jeden Fall für das zehnköpfige Kinoteam der GTHS Aldenhoven, das
sich aus den Stufen 9 und 10 rekrutiert und von Michaela Kallfelz und Jürgen
Frenken betreut wird. Die Schülerfirma hatte von den Verleihern 120 Filme zur
Wahl, von denen fünf fürs Programm ausgesucht wurden. Da die Buchungen zentral
erfolgten, waren fünf Zusatztermine notwendig. „Wir konnten nicht alle
Nachfragen befriedigen", staunte auch Rektor Röhmer über den großen Andrang. So
reisen auch Klassen der GGS Ost und West Jülich in den Nachbarort, wo Röhmer
rund 1000 Grundschüler erwartet. Insgesamt besuchen rund 1600 Schüler die zehn
Vorstellungen.
Zeitungsartikel von der Aachener Zeitung vom 13.01.2009
Aldenhoven.
Zum
ersten Mal sind
die
Schulkinowochen NRW im
vergangenen Jahr an die Ganztagshauptschule
(GTHS) Aldenhoven vergeben worden. Bei der
gleichen bundesweiten Aktion 2009,
die unter der Schirmherrschaft von
Bundespräsident Horst Köhler steht, wirkt Aldenhoven erneut
mit, schließlich verfügt die GTHS
als einzige Schule im Land über ein eigenes Kino mit immerhin
200 bis 250 Plätzen. Abermals darf
die „Penne" im Konzert mit den großen Lichtspielhäusern im
Lande mitspielen, wenn die Schulkinowochen
am Donnerstag, 29. Januar, mit dem Jugendfilm „Die
drei Räuber" Premiere feiert.
Für
diesen Film und die vier folgenden
hat „Film und Schule -NRW" die Schulen aus
den Kreisen Aachen, Düren und
Heinsberg nach Aldenhoven eingeladen. Das Motto für die „Schulveranstaltungen
vor der Leinwand" ist die Literatur. Sie soll den Kindern und
Jugendlichen über die Kinoveranstaltungen
näher gebracht werden. Neben dem Premierenfilm, der vorwiegend für Kindergärten
und Grundschulen gedacht ist, hat das
Programm-Team der Schülerfirma
„Schulkino" der GTHS noch vier weitere Streifen ausgesucht,
die bis zum 18. Februar gezeigt
werden.
Bekanntester Film ist „Das doppelte
Lottchen" nach Erich Kästncr in
der Neuverfilmung von 2007.
Weiter erscheint „TKKG - Das Geheimnis
um die rätselhafte Mind-Maschine". Ein besonderer
Film
ist „Juno", der 2008 für das „beste
Drehbuch" einen Oscar erhielt. Für weitere Oscars war er nominiert. Eine
beachtenswerte Neuverfilmung ist
„Die
Welle", die auf
besondere Weise den Unterschied
zwischen Autokratie und Demokratie
herausarbeitet. Da dieser
Film
auf einer wahren Geschichte
beruht und unübersehbar
aktuelle Bezüge hat, regt er insbesondere zu
Diskussionen an.
Übrigens sind für alle Filme, die
gezeigt
werden, entsprechende
Lehrerinformationen und Schularbeitsblätter vorhanden, die die
Schülerfirma den angemeldeten Schulen
zur Verfügung stellt. Sie dienen der Vor- und Nachbereitung, die als Grundlage
für die Weiterbehandlung der Filmthemen
in den verschiedenen Unterrichtsfächern
anregen.
Mit
Schulleiter Frank Röhmer und dem Lehrerteam
Michaela Kallfelz und Jürgen Frenken
ha ben die „Mitarbeiter(innen)" der
Schülerfirma „Schulkino" alle Hände voll zu tun bei der Vorbereitung und
der Termingestaltung, denn viele Schulen aus der näheren und weiteren Umgebung
haben schon ihre Buchungswünsche bei „Film
und Schule - NRW" abgegeben.
(gre)
Zeitungsartikel von der Aachener Zeitung vom 19.02.2008
„Klönschnack“ im Schulkino
Bei der Eröffnung offenbart Rektor Frank Röhmer seine Pläne für die
Einbeziehung weiterer Altersgruppen in das anlaufende Kinoprojekt
Aldenhoven. Die Berlinale ist gerade erst beendet, da steigt das Filmfieber
an der Ganztagshauptschule (GTHS) Aldenhoven in ungewohnte Höhen. Der Grund
ist die gestrige Eröffnung des neuen Schulkinos in der Aula mit dem Start
der Schulkinowochen NRW.
Neben Schülern der Klassen 9 und 10 tummelten sich etliche Ehrengäste aus
Schule, Politik und Verwaltung zur Premiere im Schulkino, wo Rektor Frank
Röhmer zur Begrüßung die Vorgeschichte kurz umriss. Ideengeber war demnach
der verstorbene Beigeordnete Ulrich Hüttenhain, der sein Ziel - „Aldenhoven
braucht ein Kino" - bereits 2003 in die Planung der multifunktionalen Halle
einfließen ließ, die deshalb auch mit einem Projektionsraum ausgestattet
wurde. Da das Geld für die weitere Kino-Ausstattung fehlte, sei es, so
Röhmer, ein „Glücksfall für Schule und Gemeinde" gewesen, dass das Land den
Aldenhovener Antrag auf eine Umstellung auf Ganztagsbetrieb finanziell
großzügig gefördert hat.
Dass die GTHS mit ihrem Schulkino in die Schulkinowochen NRW gerutscht ist,
die in über 70 Lichtspielhäusern über die Leinwände flimmern, ist das
krönende Tüpfelchen auf dem i.
„Aldenhoven und Jugend - ein schwieriges Feld", kündigte Röhmer an, dass das
Schulkino ein erster Schritt dazu ist, das Miteinander der Generationen in
Gang zu bringen. So werde es künftig nicht nur einmal monatlich
Schulfilmtage geben, sondern jedes Quartal einen „Klönschnack" für Senioren
unter dem Motto:
„Mach Dir ein paar schöne Stunden, geh' in die Schule." Bei der Auswahl der
Filme werde die neu gegründete Schülerfirma, die das Schulkino betreibt und
sich vorstellte, natürlich auch die Senioren mit einbinden. Die Gewinne
fließen in den Sozialfonds, der allen Aldenhovener Hauptschülern den
Mittagstisch ermöglicht.
Entwicklungsschritt
„Hier steht nicht nur Schule drauf, hier ist auch Schule drin", lobte
CDU-Landtagsabgeordneter Josef Wirtz den weiteren Entwicklungsschritt und
die Tatsache, dass bei der Realisierung der Schulkinowochen auch benachbarte
Schulen gedacht worden sei.
Bürgermeister Lothar Tertel sprach von gut investierten 600 000 Euro in eine
Multifunktionsaula, die ihresgleichen suche. Gut findet er es, dass das
Schulkino nicht nur für Schüler gedacht ist, sondern weitere Kreise zieht.
Während Maria Kaptain vom Amt für Schule, Weiterbildung, Kultur und Sport
die Grüße von Landrat Wolfgang Spelthahn überbrachte, übermittelte Schulrat
Josef Lemoine die besten Wünsche der Bezirksregierung. Die Schulkinowochen
sollten die Schüler zum kritischen Umgang mit Medien befähigen, schnitt er
zudem die gesellschaftliche Dimension des Projektes an.
Bevor der mit Spannung erwartete Eröffnungsfilm gestartet wurde, führte Marc
Venhaus in „Füll Metal Village" ein. Der Dokumentarstreifen liegt ihm sehr
am Herzen, weil er „zu den noch lebenden Zeitzeugen" zählt, die das größte
Heavy-Metal-Festival selbst erlebt haben, (ahw)
Zeitungsartikel von der Aachener Zeitung vom 15.02.2008
von
redakteur antonius wolters
Aldenhoven.
Bei den Schulkinowochen, die jährlich stattfinden, wird das Kino zum
Klassenzimmer. Der Weg für die Pennäler der Ganztagshauptschule (GTHS)
Aldenhoven ist da nicht weit, denn zum Start der Schulkinowochen NRW am Montag,
18. Februar, erlebt um 11 Uhr auch das neue Schulkino in der Aula der GTHS seine
Premiere.
Das Filmprogramm, das in den beiden folgenden Wochen über die etwa zehn Meter
breite Leinwand flimmert, ist speziell auf den Einsatz im Unterricht abgestimmt
und umfasst aktuelle Spielfilme, Dokumentationen und Filmklassiker. Die Streifen
werden jeweils, so Schulleiter Frank Röhmer, „zur besten Schulzeit" aufgeführt.
Das sei eine Vorgabe des Schulministeriums. Zudem stehe zu jedem Film
ausreichend Unterrichtsmaterial zur Verfügung, das den Pädagogen die Vor- und
Nachbereitung des „Kinobesuchs" erleichtert.
Das Schulkino der GTHS Aldenhoven ist nach Kontakt mit der Landesmedienanstalt
zwar erst spät und eher per Zufall als Abspielstätte in die Schulkinowochen
gerutscht, doch Röhmer fühlt sich von der Filmindustrie durchaus ernst genommen.
Das zeigt sich etwa darin, dass die Filme jeweils als HD-DVD vorliegen und mit
einem speziellen DVD-Abspieler per Beamer auf die Leinwand projiziert werden.
Dass die Schulkinowochen nicht nur die Hauptschüler ansprechen, zeigt die
Gästeliste in den beiden Wochen: Zu den insgesamt zehn Vorstellungen, die mit
jeweils bis zu 300 Zuschauern teilweise schon „ausverkauft" sind, kommen auch
Klassen der drei Aldenhovener Grundschulen, der GGS Jülich-West in Koslar und
der Hauptschule Dürwiß. Angefragt haben auch benachbarte Gymnasien für den
Besuch des Films „Billy Eliott", der jedoch aus lizenzrechtlichen Gründen nicht
in der englischen Originalversion gezeigt werden kann.
Zum Start der Schulkinowoche nimmt auch eine weitere Schülerfirma der GTHS
Aldenhoven ihre Arbeit auf, die ein weites und sehr interessantes
Betätigungsfeld vorfindet, zu dem nicht nur der Verkauf von Popkorn zählt.
Außen vor bleiben (vorerst) die ganz normalen Aldenhovener Bürger, denn das
Schulkino wird zum Start nur von Schülern für Schüler geöffnet. Doch scheint
bereits klar zu sein, dass sich über kurz oder lang ein Programmkino etabliert.
Zeitungsartikel von der
Aachener Zeitung vom 18.01.2008
Das Schulkino hat eine Signalwirkung für den Ort
Besonderes Bonbon zum Start am 18. Februar
Aldenhoven.
Das Kino der Ganztagshauptschule (GTH) Aldenhoven wird mit einem
Paukenschlag eröffnet. Als Premierenfilm läuft am 18. Februar, 11 Uhr, der
mehrfach preisgekrönte Jugend- und Dokumentarfilm „Füll Metal Village".
Gleichzeitig starten in Aldenhoven und landesweit die Schulkinowochen NRW,
in deren Rahmen die GTH insgesamt fünf Kinder- und Jugendfilme zeigt.
„Wir sind selbst von der Entwicklung überrascht worden", hat das Projekt
Schulkino nach Worten von Schulleiter Frank Röhmer eine gewisse Eigendynamik
gewonnen, seit feststeht, dass Aldenhoven als Kinostandort für die
Schulkinowochen zur Verfügung steht. Einzige weitere Abspielstätte in der
Region ist der Cineplex Kinopark in Aachen.
Der Traum vom eigenen Filmtheater geht auf den verstorbenen Beigeordneten
Ulrich Hüttenhain zurück, der schon beim Ausbau der Aula die Einrichtung
eines eigenen Raums für die Projektionstechnik vorgesehen hatte. Hüttenhain
wollte in Zusammenarbeit mit Filmfan Peer Kling aus Dürboslar ein kleines
Programmkino zur Ergänzung des lokalen Kulturprogramms aus der Taufe heben.
Rektor Frank Röhmer hat diese Anregung aufgegriffen und zu einem
mehrstufigen Konzept für ein Schulkino umgestrickt, das gleich durchstartet.
Technisch setzt Röhmer in Absprache mit den Verleihfirmen, die entsprechende
Kopien zur Verfügung stellen, auf DVD plus Beamer, um bewegte Bilder auf die
Leinwand zu bringen. Eine entsprechend semiprofessionelle Ausrüstung, die
„sehr gute Kinoqualität" gewährleistet, ist bereits angeschafft und
installiert worden. Allerhöchsten Ansprüchen genügt bereits die Tonanlage,
mit der ein großes mit bis zu 300 Plätzen oder ein kleines Kino (160)
beschallt wird.