Auf dieser Seite finden Sie Zeitungsartikel, die über die GTHS Aldenhoven veröffentlicht wurden.

Bericht aus dem Super Sonntag vom 15.02.09

Hauptschule Aldenhoven eine der besten in NRW
Platz vier und Glückwünsche von Schulministerin Sommer

Aldenhoven. Als im Jahr 2006 die Hauptschule Aldenhoven als neuntbeste Hauptschule Nordrhein-Westfalens ausgezeichnet wurde, sprach Rektor Frank Röhmer von einem Signal, weiter intensiv am Konzept der Schule zu arbeiten.
Gesagt, getan! Zwischenzeitlich wurde aus der Hauptschule eine Ganztagshauptschule, die Schüler der schuleigenen  Modellbaufirma bekommen reihenweise Aufträge, eine weitere Schülerfirma richtet gerade zum zweiten Mal die beliebten Schulkinowochen aus und im Ludwig-Gall-Haus wird mit Hochdruck am Aufbau des Schulmuseums gearbeitet.
Für das letztere Projekt wurde die Schule im vergangenen Jahr von der Herti-Stiftung mit einem Förderpreis in Höhe von 5000 Euro bedacht. Eben diese Stiftung hatte auch unter dem Motto „Starke Schule“ dazu aufgerufen, sich um den Titel der besten Schulen Deutschlands zu bewerben. Kürzlich wurden im Düsseldorfer Landtag die Landespreise Nordrhein-Westfahlen verliehen.
Aus den Händen von Schulministerin Barbara Sommer konnte die Aldenhovener Delegation die Urkunde entgegennehmen, die belegt, dass die GTHS die viertbeste Hauptschule unseres Landes und die beste des Regierungsbezirkes Köln ist.
Zur grenzenlosen Freude über die Auszeichnung gesellte sich auch noch eine große Portion Stolz. So wusste Rektor Frank Röhmer zu berichten, dass von allen Schulen 2006 prämierten Schulen nur die GTHS Aldenhoven erneut ausgezeichnet wurde und durch den Sprung von Rang neun auf Platz vier einen beeindruckenden Schritt nach vorne machte. Kollegium und Schüler sind sich einig, sich auf dem Lorbeer nicht auszuruhen: „Da bleibt für den nächsten Wettbewerb ja noch Platz nach vorn“, war mit Augenzwinkern zu hören.

 

Bericht aus der Jülicher Woche vom 28.01.09
Redakteur Guido Barth

Aldenhoven: Ministerin zeichnet Hauptschule aus

Aldenhoven - Die Schüler der Hauptschule Aldenhoven sind sehr stolz „ihre" Schule zu besuchen. Denn sie wurde jetzt als „Starke Schule" ausgezeichnet, kam damit in diesem Wettbewerb auf Platz vier. Die Hauptschule AJdenhoven gehört damit zu den besten Hauptschulen des Landes. „Vor zwei Jahren kamen wir bei diesem Wettbewerb in die Top 10. Da haben wir noch einen draufgeselzt und das Treppchen nur ganz knapp verfehlt", berichtet RektorFrank Rühmer stolz. Doch damit nicht genug: In den letzten Monaten heimsten die eifrigen 267 Schüler und ihre Lehrer insgesamt drei heißbegehrte und gut dotierte Preise ein.
„Mit ihrem großartigen Engagement haben die Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern die Auszeichnung mehr als verdient", lobt NRW-Schulministerin Barbara Sommer bei der Preisverleihung. Weiter sagt sie: „Ich freue mich, dass dieser Wettbewerb wieder einmal deutlich macht, zu welch großartigen schulischen und pädagogischen Spitzenleistungen unsere Hauptschulen fähig sind." Bundesweit hatten sich 600 Schulen um den Preis beworben, davon 86 aus NRW. Ausgezeichnet wurde die Hauptschule Aldenhoven für ihr gelungenes Ganztagskonzept und ganz besonders für das Berufsorientierungskonzept. Man kooperiert mit zahlreichen Firmen und Institutionen, es gibt drei Schülerfirmen und sogar ein eigenes Schulmuseum. Deshalb freuten sich zwei ehemalige Schüler von Rektor Frank Röhmer ganz besonders mit: der Aldenhovener Bürgermeister Lothar Tertel und Museums-Kurator Guido Pohl. „Ich bin froh, dass wir diese Schule haben. Hier werden die jungen Leute sehr gut auf das Berufsleben vorbereitet", sagt Lothar Tertel. „Diese Schule zeichnet ja nicht nur dieser eine Wettbewerb aus. Es ist das ständige Bemühen, den jungen Leuten eine Perspektive zu geben", lobt Schulrat Josef Lemoine. „Hier stimmt das Umfeld, wir fühlen und verstanden und wohl", bringt Schülersprecher Bassam Alawih es auf den Punkt. „Wir sind stolz 'auf unsere Schule".

 

Bericht aus der Aachener Zeitung vom 24.01.09
Redakteur Antonius Wolters

GTHS Aldenhoven setzt weiteres Ausrufezeichen!
Mit Platz vier im Landesentscheid des Wettbewerbs „Starke Schule" ist sie die beste Hauptschule im Regierungsbezirk Köln. Jury würdigt das Ganztagskonzept und die Besonderheiten bei der Berufsorientierung,

Aldenhoven. Vermutlich brauchen die Mädchen und Jungen der Ganztagshauptschule Aldenhoven (GTHS) demnächst neue (Schul-) T-Shirts, um die stolz geschwellte Brust umfassen zu können. Der Grund ist Platz vier im Wettbewerb „Starke Schule", womit sich die GTHS Aldenhoven beste Hauptschule im Regierungsbezirk Köln nennen darf.
Eine Delegation aus Schülern und Lehrern hatte sich am Donnerstag in den Düsseldorfer Landtag begeben, wo Schulministerin Barbara Sommer Preise und Urkunden überreichte. Die erfolgsverwöhnte Einrichtung der Merzbachgemeinde hat zwar knapp den Platz auf dem Podium verpasst, doch mit dem dritten Preis innerhalb von sechs Monaten dürfen sich Rektor Frank Röhmer und sein Team nicht über mangelnde Beachtung beklagen.
Gelungenes Ganztagskonzept
Preiswürdig im Wettbewerb „Starke Schule", an dem sich 86 Schulen aus NRW beteiligten, war vor allem das gelungene Ganztags- sowie das Berufsorientierungskonzept der GTHS Aldenhoven mit diversen Besonderheiten wie Kooperationen, Schülerfirmen und Schulmuseum zum Projekt „Schülerfinnen) leben Geschichte". Eine Mischung aus Freude, Stolz und Dankbarkeit war gestern Vormittag bei der „Nachfeier" der Auszeichnung zu spüren. „Wir haben aus der Evaluation gelernt", erinnerte Rektor Frank Röhmer daran, dass die GTHS auch schon vor zwei Jahren im Wettbewerb geehrt wurde und mit dem Sprung auf Platz vier „noch einen draufgesetzt hat". Sein Dank galt dem „tollen Kollegium", mit dem das Schulprogramm entwickelt und weiter entwickelt worden sei. Inzwischen sei die Umstellung auf Ganztagsbetrieb abgeschlossen mit der Folge, dass die Lehrer mehr Zeit für ihre Schützlinge haben. Zudem sei die Gemeinde ein Träger, „der zu allen Schandtaten bereit ist".
Schulamtsdirektor Josef Lemoine, der ebenfalls zur Preisverleihung nach Düsseldorf gereist war, beobachtet schon lange die Entwicklung der Schule. Ihm sind dort vor allem die höflichen Umgangsformen und eine Kultur des sozialen Miteinanders positiv aufgefallen. Zudem habe man sich nicht auf den bisherigen Preisen ausgeruht, entwickle das Schulprogramm „kontinuierlich und dynamisch weiter".
„Sie haben es sich verdient", stimmte Bürgermeister Lothar Tertel gern in die Lobeshymnen ein. „Eine funktionierende Haupt
schule ist das A und O", ist er froh und dankbar, dass die Pennäler dort gut aufs Berufsleben vorbereitet werden.
Landtagsabgeordneter Josef Wirtz, der übrigens als einziger Parlamentarier die Preisverleihung im Landtag besucht hatte, erneuerte sein Plädoyer für die Hauptschule, die in Ministerin Sommer eine Schutzpatronin gefunden habe. Seit 2006 mit dem Ganztagsbetrieb am Start, sei die GTHS inzwischen gut mit der heimischen Wirtschaft vernetzt. An die Schüler gewand vergaß Wirtz nicht zu erwähnen, dass er selbst Absolvent einer Hauptschule ist.
„Alle sind stolz, Hauptschüler zu sein", konstatierte Schulpflegschaftsvorsitzende Susanne Timmer. „Das Umfeld stimmt, und man fühlt sich verstanden", beschrieb Schülersprecher Bassam Alawieh die Atmosphäre als geradezu familiär, wofür er im Namen der Schüler dankte. „Das hat großen Wert für uns."

 

Bericht aus der Aachener Zeitung vom 06.12.08

Chancen der Schüler nachhaltig fördern
Im Wettbewerb „Starke Schule" erhält die GTHS Aldenhoven 5000 Euro für das schuleigene Museum im Ludwig-Gall-Haus

Aldenhoven. Für die Einrichtung des schuleigenen Museums im Ludwig-Gall-Haus erhält die GTHS Aldenhoven mit dem Projekt „Schüler(innen) leben Geschich­te" im Wettbewerb „Starke Schule. Deutschlands beste Schulen, die zur Ausbildungsreife führen" die Höchstförderung von 5000 Euro. Mit der Innovationsförderung sollen Schulen ermutigt werden, etwas Neues auszuprobieren und/ oder Bestehendes zu verbessern. Ausgeschrieben wird der alle zwei Jahre stattfindende Wettbewerb von Hertie-Stiftung, Bundesagen­tur für Arbeit, Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbän­de und der Deutsche Bank-Stif­tung, die gezielt preisgekrönte Hauptschulen ansprechen. So wurde der neunte Platz der GTHS beim Hauptschulpreis NRW die „Eintrittskarte" zum Wettbewerb.
Überzeugendes KonzeptDas Grundkonzept von Rektor Frank Röhmer und Kurator Guido Pohl, dass nämlich Hauptschüler(innen) in einem sozial schwierigen Umfeld ein Schulmuseum betreiben, hat die Jury offenbar restlos überzeugt. Mittelpunkt der Geschichtsvermittlung ist die „heimische Scholle". So hat Guido Pohl seine Sammlung von achäologischen und ortgeschichtlichen Objekten und Dokumenten zur Verfügung gestellt, die von den am Projekt beteiligten Schülern aufgebaut worden sind. Angeleitet vom Museumspädagogen erarbei­ten sie sich so die Geschichte des Siedlungsraumes Aldenhoven von der Steinzeit bis zur Gegenwart. Parallel dazu vermittelt Pohl den Pennälern, wie sie Besucher didaktisch durchs Museum begleiten sowie ihre Kenntnisse an jüngere Schüler weitergeben.
In Kooperation mit der hauseigenen Schülerfirma „Dioramenbau" werden zudem Exponate nach historischen Vorbildern erstellt, etwa der Aldenhovener Teil der Römerstraße „Via Belgica". Zum Ausbau der archäologischen Sammlung sind auch Feldbegehungen geplant. Dazu ist beim zuständigen Bodendenkmalamt Bonn eine Genehmigung zur Feldbegehung mit Metalldetektoren beantragt. Die so geborgenen Objekte werden - nach Erfassung und Bearbeitung durch die Archäologen - in die Museumssammlung integriert. Zu einzelnen Themen wie „Leben in der Steinzeit" oder „Essen und Trinken bei den Römern" erstellen die Schülern verständlich formulierte Begleitpublikationen. „Die Absolventen des Projektes", so Pohl, „können mit einem Lächeln in jedes Vorstellungsgespräch gehen".
Die zweite Abteilung des Museums umfasst den Bereich „Schule betreibt Kunst und Modellbahnbau". Neben einer wechselnden Kunstausstellung, deren Exponate im Unterricht entstehen, soll unter anderem eine Art Aldenhovener „Wunderwelt" entstehen in Anlehnung an die weltgrößte Modellbahnausstellung in Hamburg. Hintergrund ist auch hier ein heimatkundlicher Aspekt: Nach und nach entsteht die Zeche „Emil Mayrisch" mit begleitendem Fahrbetrieb im Modellformat, (ahw)
Schulmuseum sucht weitere Exponate
Zum weiteren Aufbau des Schulmuseums bitten die Betreiber um Unterstützung. Wer Dokumente, Fotos, Postkarten, Filmaufnahmen oder Gegenstände zur Aldenhovener Ortsgeschichte besitzt und bereit ist, diese dem Museum ganz oder leihweise bzw. zur Reproduktion zu überlassen, wird gebeten, sich zu melden. Kurator Guido Pohl ist unter 02464/6651 zu erreichen; E-Mail: hermes-antik@t-online.de

 

Bericht aus der Aachener Zeitung vom 19.11.08

Schüler einig: Wer Zeitung liest, kann besser mitreden

Pennäler und Deutschlehrer der GTHS Aldenhoven trainieren Schreiben und LesFoto Woltersen im Projekt „Zeitung und Schule“

Aldenhoven. „Jeden Tag Zeitung lesen, wie langweilig!" so und ähnlich lauteten die Kommentare von Schülern der Stufe 8 der GTHS Aldenhoven, als ihre Deutschleh­rerinnen Julia Schnyder und Helga Vollpracht ihren Schülern das Projekt vorstellten.
Das Medium Tageszeitung war den Schülern nahezu unbekannt. „Wozu lesen? Fernsehen ist doch viel bequemer!" Es musste viel Skepsis überwunden werden.
Wer jedoch zurzeit den Schulhof der GTHS Aldenhoven betritt, dem fällt sofort auf, dass diese Skepsis offenbar einem regen Interesse gewichen ist. Kleine Schülergruppen stehen in den Pausen vor an Glastüren und Fenstern aufgehängten Titelseiten, die Schüler der Stufe 8 für ihre Mitschüler zusammenstellen. In kleinen Redaktionsgruppen bereiten sie Nachrichten auf, die nach ihrer Meinung für die Mitschüler wichtig sind.
Die veränderte Situation im Deutschunterricht beseitigte den anfänglichen Leseunwillen rasch. Statt gemeinsamer Konzentration auf den Lehrer ging es jetzt um individuelle Beschäftigung mit der täglich vorhandenen Jülicher Zeitung oder den Jülicher Nachrichten. Tägliches Zeitungslesen gehörte sechs Wochen lang zum Verlauf des Unterrichtsmorgens. Jeder Schüler liest die Zeitung nach eigenen Interessen, spannende Nachrichten werden im Gespräch in kleinen Schülergruppen ausgetauscht und diskutiert. Verbindlich für alle wurde nach dieser individuellen lockeren Phase die Klärung unbekannter Wörter durch die Hilfe unterschiedlicher Medien und die Entwicklung einer Wörterliste sowie die Aufarbeitung des jeweiligen Aufmachers in den täglichen Ausgaben. „Der Lernerfolg rechtfertigt den Zeitaufwand", sind sich die beiden Deutschlehrerinnen einig. Durch das tägliche Lesetraining wurde die zunächst unverständliche Zeitungssprache für die Schüler immer vertrauter, der aktive und passive Wortschatz erweiterte sich erkennbar.
„Politik ist langweilig", diese Aussage relativieren die jungen Zeitungsleser heute. Mit Spannung verfolgten sie neben anderen Themen langfristig die Wahl Obamas zum Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika. Besonderen Spaß bereiteten den Schülern die Vergleiche von Titelseiten der seriösen Presse mit denen der Boulevardblätter und das Umschreiben von sachlichen Meldungen in Boulevardstil.
Das Highlight war der Besuch eines Redakteurs der Lokalredaktion Jülich, der bereitwillig alle Schülerfragen zum Thema Zeitung beantwortete, auf die die Schüler noch keine Antworten gefunden hatten. Konsens bei Schülern und Lehrerinnen: „Die Idee von Zeitung und Schule als Lese- und Schreibprojekt ist super.

 

Bericht aus der Aachener Zeitung vom 06.09.2008
Redakteur: Wolters

Konzepte beeindrucken die Kommission
GTHS Aldenhoven im Wettbewerb "Gute gesunde Schule 2008" als eineTextfeld:  von landesweit drei Hauptschulen ausgezeichnet

Duisburg / Aldenhoven. Bei einer Feierstunde in der Duisburger Mercatorhalle zeichnete die Unfallkasse Nordrhein-Westfalen am Donnerstag 54 Schulen aus NRW mit dem Schulentwicklungspreis „Gute gesunde Schule 2008" aus. Zu landesweit drei Hauptschulen, die geehrt wurden, zählt die Ganztagshauptschule (GTHS) Aldenhoven (wir berichteten). 
Bei dem Auswahlverfahren für den mit insgesamt 500 000 Euro dotierten Preis wurden in drei Phasen Qualitätskriterien geprüft: Arbeitsplätze und -bedingungen, Tagesstrukturen, Klima und Integration, Kooperation und Teamarbeit sowie Gesundheitsmanagement als Führungsaufgabe.
Aktivierender Schulhof
Die Aldenhovener „verdienten" sich die Auszeichnung unter anderem für ihr hervorragendes Ganztagskonzept und dessen Umsetzung in relativ kurzer Zeit. Belobigt in der Begründung wurde auch der „bewegungsfreudige" Schulhof, den Schülerinnen und Schüler selbst geplant und teilweise auch gestaltet haben. Durch den aktivierenden Schulhof hat sich das Pausenverhalten der Pennäler zum Positiven verändert. Gepunktet hat die GTHS auch durch das Raumkonzept mit Lehrerbüros, Selbstlernzentren und wohnlichen Klassenräumen. Dieses Konzept war nur durch die Unterstützung der Gemeinde umzusetzen, wofür das Schulministerium bei der Feierstunde ausdrücklich den mitgereisten Vertretern aus dem Rathaus dankte.
Hervorgehoben wurde zudem die besondere Atmosphäre der Schule, das neben Schüler- und Lehrerschaft auch Honorarkräfte und der Schulsozialarbeiter gestalten. Die Vernetzung mit außerschulischen Einrichtungen und die Kooperationen im Rahmen langfristiger Projekte sind ein weiteres Pfund, mit dem die Vorzeigeeinrichtung wucherte.
„Schülerinnen und Schüler wachsen über sich hinaus, wenn die Lehrer(innen) ihnen etwas zutrauen und ihnen vertrauen", lautet ein Leitgedanke von Rektor Frank Röhmer, der auch die Bewerbung für den Wettbewerb geschrieben hatte. So sei in Aldenhoven zu erleben, dass Schule gelin­gen kann, wenn Schüler(innen) in die Gestaltung ihrer Schul- und Lebenswelt mit eingebunden werden und Verantwortung übernehmen, egal ob als Schulsanitäter, Streitschlichter, beim Hofdienst oder der Toilettenaufsicht. Dabei spiele auch eine Rolle, dass das Aldenhovener Lehrerkollegium dieses „Miteinander" vorlebe. Das Prinzip lautet: „Jeder ist wichtig und für irgendetwas gut." Zudem spielen Regeln eine Rolle, die mit der Schülerschaft verbindlich ausgehandelt werden und einzuhalten sind.
„Schülerfirmen" überzeugen
Besonders beeindruckt war die Kommission während ihres Besuches in Aldenhoven vom Berufswahlkonzept der Schule. So existieren dort inzwischen zwei Schülerfirmen. Die Firma „Dioramenbau" wird unter anderem bei der Modellbauausstellung Anfang November in Köln ihr Können demonstrieren. Zudem werden schon länger Aufträge aus der Modellbahn- und Spielwarenindustrie ausgeführt. Die Schülerfirma „Eventkino" hat für 2009 erneut den Zuschlag für die Schulkinowoche NRW erhalten. Der Aufbau der dritten Firma „Schulmuseum" sei, so Röhmer, in vollem Gange. Gerade diese andere Art des Lernens spreche - so das Urteil der Kommission - besonders die Schüler(innen) an und motiviere sie zu Leistungen, die weit über ein entsprechendes Fachwissen hinausgehen. Nicht zuletzt sorgen sie für eine willkommene Abwechslung im Alltag der Lehrkräfte und ihrer Schützlinge.
„Der Preis ist für mich die Bestätigung von neutraler Instanz, dass wir in Aldenhoven alles richtig gemacht haben", sieht Bürgermeister Lothar Tertel mit der Auszeichnung auch die Arbeit der Gemeinde als Schulträger gewürdigt.
Das Preisgeld in Höhe von 4800 Euro soll nach Worten von Rektor Röhmer zur Einrichtung von Ruheräumen verwendet werden, die im Ganztagsbetrieb zum Relaxen sehr wichtig sind. (ahw)